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Sehr geehrte Damen und Herren,

als Interessengemeinschaft der Psychoanalyse an Universitäten e.V. setzen wir uns seit 2012 mit Aufklärungsarbeit, Vorträgen und Petitionen für die Inklusion psychodynamischer Lehre an staatlichen Universitäten ein.
Gegenwärtig sind diese wissenschaftlich anerkannten Verfahren in der Universitären Lehre unterrepräsentiert. Diesem Missstand versuchen wir durch unsere Vereinstätigkeit entgegen zu wirken.

  • aufgrund der in der Verfassung (Grundgesetz, Artikel 5 Absatz 3) festgelegten Freiheit von Forschung und Lehre können Lehrinhalte (u.a. Vorlesungsinhalte) nicht juristisch eingeklagt werden. Die wissenschaftlich Lehrenden sind in der Festlegung ihrer Lehrinhalte frei. Selbst in den Hochschulgremien, welche unter anderem Prüfungs- und Studienordnungen festlegen, haben die Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer aufgrund dieser Freiheit von Forschung und Lehre immer das letzte Wort und können durch andere Gremienmitglieder, etwa durch Studierende oder wissenschaftliche Mitarbeiterinnen bzw. Mitarbeiter, nicht überstimmt werden. Eine Einschränkung der Lehrfreiheit durch eine Verfassungsänderung lässt sich politisch nicht durchsetzen und würde in der Sache auch nicht zielführend sein. Es bleibt nur der Weg sich für die Etablierung der Psychoanalyse in Wissenschaft und Gesellschaft durch Überzeugungsarbeit und Förderung einzusetzen. Gerade die Förderung der Psychoanalyse, etwa durch eine entsprechende Stiftung, kann ein geeigneter Weg sein diese zu etablieren. Im Rahmen einer Stiftung könnten z.B. die Einrichtung von entsprechende Lehrstühle an Hochschulen, Institute und die Aufklärungsarbeit finanziell gefördert werden.
  • die Etablierung und Förderung der Psychoanalyse in der Gesellschaft und Wissenschaft ist nur mit ausreichenden finanziellen Mitteln möglich. So sollen unter anderem Institutionen finanziell gefördert werden, welche der Psychoanalyse dienen. Ein grundlegendes Ziel ist die finanzielle Förderung der Lehre an Universitäten im Bereich der Psychoanalyse. Im Rahmen dieser Förderung könnte die Errichtung von entsprechenden Lehrstühlen an Universitäten gefördert werden. Damit ist im Ergebnis auch die Etablierung und finanzielle Förderung von psychoanalytischen Therapieformen verbunden.  Doch auch die umfassende Beratung und Information über die Psychoanalyse durch verschiedene Institutionen und Medien soll gefördert werden. Die Gesellschaft und Wissenschaft soll durch Beratung und Information über den Wert der Psychoanalyse aufgeklärt und davon überzeugt werden, die Psychoanalyse als vollwertigen Bestandteil der wissenschaftlichen Psychologie und der psychologischen Behandlungsmethoden zum Wohle der Allgemeinheit zu akzeptieren.
  • der bisherige ideelle und politische Einsatz für die Psychoanalyse ist an seine Grenzen gestoßen. In der psychologischen Wissenschaft gibt es kaum Unterstützung für die Psychoanalyse, obwohl deren Anwendung als Therapieform durch die Krankenkassen wissenschaftlich anerkannt und bezahlt wird. Hier besteht also ein Widerspruch zwischen der Anerkennung der Psychoanalyse als medizinische-psychologische Therapieform und ihrer fehlenden Verankerung in der Gesellschaft und wissenschaftlichen Forschung und Lehre. Doch ist gerade im Bereich der Psychologie bzw. der medizinisch-psychologischen Therapieformen ist Ausgewogenheit und Vielseitigkeit von großer Bedeutung. Die Psychologie als Wissenschaft und in ihrer therapeutischen Anwendung ist ohne die Forschung und Lehre im Bereich der Psychoanalyse unvollständig. Die Freiheit von Forschung und Lehre ist faktisch durch fehlenden finanzielle Ressourcen beschränkt. Aufgrund dieser Freiheit können bestimmte Forschungs- und Lehrinhalte auch nicht juristisch eingeklagt oder politisch vorgeschrieben werden. Nur durch eine Erweiterung der finanziellen Ressourcen kann die Freiheit der Forschung und der Lehre vielseitig genutzt und im den Bereich der Psychoanalyse sinnvoll erweitert werden.

Nun haben wir uns entschieden, die Stiftung zur Etablierung und Förderung der Psychoanalyse in Gesellschaft und Wissenschaft ins Leben zu rufen. Diese Stiftung verfolgt ebenso wie die IDPAU e.V. das Anliegen der universitären Psychoanalyse. Unsere Hoffnung ist es im Rahmen der Stiftung die Gründung eines Lehrstuhls in NRW für Psychoanalyse finanziell (mit) zu unterstützen. Darüber hinaus möchten wir uns um eine Verankerung psychodynamischer Theorie und Praxis in der Gesellschaft bemühen. Wir verstehen darunter unter anderem die Förderung von psychoanalytischer Bildung, Erziehung und Beratung.
Der Gesetzgeber fordert für eine Stiftung ein angemessenes Startkapital, was in der juristischen Literatur und von Seiten der Behörden überwiegend mit 50.000 Euro angegeben wird. Demnach freuen wir uns über jede Einzelspende, sind aber für den Fortbestand der Stiftung auf Spender angewiesen, die sich dazu bereit erklären regelmäßig finanzielle Unterstützung zu gewährleisten. Hierfür können wir natürlich auch eine vertragliche Vereinbarung anbieten.
Da wir diese Stiftung neu gründen und größtmögliche Transparenz gewährleisten möchten, ist es auch möglich sich als Spender zur Wahl für den Stiftungsrat stellen zu lassen.
Alle Einzelheiten entnehmen Sie bitte dem Satzungsentwurf, der unten auf der Seite als PDF aufgerufen werden kann.

Bei Fragen oder Anliegen in Bezug auf die Stiftung erreichen Sie uns per E-Mail unter  info@psychoanalyse-stiftung.de. Ihre Ansprechpartnerinnen sind Diana Schlösser und Jennifer Wolff.


Hier finden Sie unseren Flyer zur Stiftung als PDF. Um die Datei ansehen zu können benötigen Sie den kostenlosen Adobe Reader → hier erhältlich

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Kontoverbindung:

IDPAU e.V, Diana Schlösser und Jennifer Wolff

IBAN: DE 10 4401 0046 0251 2374 61

BIC: PBNKDEFF

Postbank


Hier finden Sie den vorläufigen Satzungsentwurf der Stiftung als PDF-Download. Um die Datei ansehen zu können benötigen Sie den kostenlosen Adobe Reader → hier erhältlich

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